Giuseppe Verdi: La traviata
Inszenatoren
- Musikalische Einstudierung: E. Dovico
- Musikalische Leitung: E. Dovico, F. Drs, H. M. Förster, R. Hein, G. Marciano
- Regie: A. Bernard
- Bühnenbild: A. Camera
- Kostüme: C. Ricotti
- Choreographie: G. Santucci
- Lichtdesign: P. Méeüs
- Chorleitung: T. Karlovič, A. Melichar
- Regieassistent: L. Cukr, O. Kyndlová
Besetzung
- Violetta Valéry: M. Fajtová, J. Sibera, A. Todorova, M. Vyskvorkina
- Alfredo Germont: P. Berger, A. Briscein, J. Moravec, V. Sibera
- Giorgio Germont: M. Bárta, M. Cavalcanti, V. Chmelo, J. Kettner, S. Sem
- Flora Bervoix: S. Čmugrová, M. Kapustová, A. Miro
- Annina: E. Jarkovská, L. Popova Alabozova
- Gaston: J. Hruška, J. Moravec, J. Ondráček
- Baron Douphol: O. Kříž, R. Vocel, F. Zahradníček
- Marquis d´Obigny: M. Horák, I. Hrachovec, L. Mlejnek
- Doktor Grenvil: M. Bürger, L. Hynek-Krämer, O. Korotkov
Die Oper La traviata von Giuseppe Verdi gehört seit dem Bestehen dieses Opernhauses zum festen Bestandteil seines Repertoires. Die damalige Produktion des Ensembles der Prager deutschen Oper war aus dem Ständetheater übertragen worden. Die Oper bot vor allem Gelegenheit für Gastspiele hervorragender ausländischer Sänger, u. a. der legendären australischen Sopranistin Nellie Melba (18. 4. 1900). Eine Neueinstudierung fand am Neuen deutschen Theater (heute Staatsoper Prag) am 9. 11. 1919 unter Georg Széll statt, weitere Produktionen folgten in den Jahren 1930, 1934, 1945, 1959, 1979 und die vorletzte am 7. 10. 1982 in der Regie von Ladislav Štros, dem Bühnenbild von Vladimír Nývlt und in den Kostümen von Josef Jelínek. Diese Inszenierung gehörte zu den beliebtesten Werken im Repertoire der Staatsoper Prag und hat bis zum Schluss der Saison 2005/2006 478 Reprisen erreicht. Die letzte, im Jahre 2006 aufgeführte Produktion hat ein internationales Team einstudiert, mit dem französischen Regisseur Arnaud Bernard an der Spitze, die musikalische Leitung hatte der italienische Dirigent Enrico Dovico, ein ständiger Gast an der Staatsoper Prag. Die Produktion gehört bis heute zu den meistbesuchten Werken in unserem Haus und wirde mit Erfolg auch im Ausland gespielt, einschließlich im Jahre 2007 in Japan.
Als Vorlage zum Libretto La traviata diente der Roman von Alexandre Dumas d. J. La Dame aux camélias (Die Kameliendame) über Marie Duplessis, einer berühmten Pariser Kurtisane aus den 40er Jahren des 19. Jahrhunderts. Verdi hat mit diesem Werk die erste Oper nach einem zeitgenössischen sozial motivierten Sujet geschaffen. Nicht nur deswegen wurde sie bei ihrer Uraufführung im Jahre 1853 in Venedig mißverstanden; das Publikum war vor allem über eine Kurtisane als Titelrolle, die überdies noch Sympathie erwecken sollte, schockiert. Die Premiere endete mit einem Fiasko. Doch bald danach feierte La traviata ihre ersten Triumphe und heute gehört sie zu den populärsten Opernwerken überhaupt.
Premiere: 5. 10. 2006
Echos in der Presse
„Ein seriöser Versuch, La traviata so inszenieren, dass sie überall in Europa bestehen kann.“
(Helena Havlíková, Lidové noviny, 11. Oktober 2006)
„Der Verzicht auf Farben war für diese La traviata eine sehr gute Wahl; auch die heutigen Filmemacher wissen, welche Vorteile der Schwarz-Weißfilm im Vergleich zum Farbfilm bietet. Eine fast leere, weiße Bühne mit einem Rundhorizont und einem großen Lehnstuhl im ersten und einem kleineren im zweiten Akt, sowie die schwarzen, weißen und grauen Kostüme unterstützen die psychologische Nuanzierung viel mehr als eine ausgeprägte Buntheit. Die Staatsoper Prag hat ein solides Repertoirestück in einer gelungenen Inszenierung produziert und wenn die Premierenanspannungen vergehen und alle Beteiligten sicherer sein werden, kann das der Beginn für erfolgreiche Reprisen bedeuten.“
(Vlasta Reittererová, Hudební rozhledy, 11, 2006)
„Ein starker Pluspunkt ist die attraktive Ausstattung...“
(Radmila Hrdinová, Právo, 17. 10. 2006)
„Es ist gelungen, die Geschichte der Kameliendame sehr realistisch, einfach, verständlich und glaubhaft zu gestalten. Arnaud Bernard hat eine ziemlich traditionelle visuelle Form gewählt, ohne die Handlung in die Gegenwart zu übertragen oder mögliche neue Deutungen dazu beisteuern zu müssen. Umso mehr konnte er sich auf die Psychologie konzentrieren... Trotz seiner realistischen und sachlichen Behandlung dieser Liebesgeschichte hat er die Theater-Stilisierung beibehalten, die sich zum Schluss des Werkes immer mehr durchsetzt.“
(Petr Veber, Hospodářské noviny, 13. 10. 2006)

La traviata auf dem Spielplan der SO
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7. 02. 2012 um 19:00
P. I. Tschaikowsky: Schwanensee
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8. 02. 2012 um 19:00
G. Verdi: Il Trovatore
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10. 02. 2012 um 19:00
G. Puccini: Madama Butterfly
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