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Gilbert Blin

Gilbert Blin, Regisseur und Szenograf des Rasenden Roland, wurde 1960 in der Bretagne geboren. Er studierte Theatergeschichte und Theaterregie an der Sorbonne. Nach Ende des Studiums 1986 orientierte er sich auf Rameaus Opern und deren Beziehung zum Theater. Mit der Zeit baute er sein Interesse an der französischen Oper als solche und deren Beziehung zum Barocktheater noch aus. Blin war Assistent oder Mitarbeiter einiger großer Weltregisseure, wie z. B. von Göran Järvefelt, Vittorio Rossi, Piere Luigi Pizzi, Volker Schlöndorff oder Robert Altmann und einer ganzen Reihe weiterer. 1991 führte er bei der Aufführung von Massenet’s Werther für die Opéra de Nacy Regie. Er war auch Autor des Bühnenbilds. Drei Jahre später stellte er mit Laurent Petitgigard am Dirigentenpult eine neue Version dieser Inszenierung für die Abschiedsvorstellung Alfred Kraus’ an der Pariser Opéra-Comique vor. 1995 führte er ebenfalls für die Pariser Opéra-Comique Regie bei Delibeses Lakme mit Elisabeth Vidal. In jüngster Zeit übernahm er dann die Regie von Meyerbeers Robert der Teufel in der Staatsoper Prag mit Dirigent Vincent Monteil. Im Stockholmer Opernstudio gab Gilbert Blin Meisterkurse über Barockszenen in Händels Alcina. In Paris führte er Regie im Rasenden Roland, einem auf Ariostovs Rasendem Roland begründeten Happening, sowie in Purcellos Dido und Aeneas und Charpentieres Actéon und in Shakespeares- und Moliere-Schauspielen. Gilbert Blin, ein großer Bewunderer der Werke Glucks, war Berater für den französischen Stil in der Inszenierung der Iphigenie auf Tauris von David Radok (Drottningholm, 1990) und des Alcest von Arnold Östman (Concertgebouw, 1993). Für das Drottningholmer Hoftheater in Schweden führte Gilbert Blin 1992 die Regie der Inszenierung von Orpheus und Euridike. 1998 führte er dann auf dem Gluck-Festival die neue Version dieser Vorstellung auf. Seit 1999 ist Gilbert Blin künstlerischer Leiter der Académie Desprez – Association Française pour le Rayonnement du Théâtre du Château de Drottningholm. Zu seinen letzten Arbeiten gehören die Neuinszenierung von Lullys Thesée für das Bostoner Festival für frühe Musik im Juni 2001 und ein Workshop zum Schauspielstil des 18. Jahrhunderts für die Universität in Leiden im September 2001.

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Die Staatsoper Prag - die Theatergeschichte in Bildern und Daten - Deckblatt
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Tomáš Vrbka
Die Staatsoper Prag gibt in der Mitarbeit mit dem Verlag Slovart eine repräsentative Publikation heraus, die sich mit der Geschichte dieser bedeutenden Kulturinstitution seit ihrer Öffnung im Jahre 1888 bis Ende der Saison 2002/2003 beschäftigt. Das Buch mit dem Titel Státní opera Praha – Historie divadla v obrazech a datechDie Staatsoper Prag – die Theatergeschichte in Bildern und Daten konzentriert sich ausschließlich auf das Opergeschehen auf dieser Bühne, obwohl dieses Theater in der Vergangenheit unter verschiedenen Namen auch dem Schauspiel, der Operette und dem Ballett diente. Die Teile, die sich diesen Genres widmen, plant die Staatsoper Prag in den nachfolgenden Jahren herauszugeben.

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