Der Komponist wurde am 10. Juni 1950 in Paris geboren. Er studierte Klavier bei seinem Vater Serge Petitgirard und Komposition bei Alain Kremski. Im Jahre 2000 wurde er Mitglied der Académie des Beaux-Arts und Preisträger des Grand Prix lycéen des compositeurs. Seit 2001 ist er »Hofkomponist« in Mulhouse, arbeitet mit der La Filature-Scene National, dem Orchestre de Rhin-Mulhouse und dem Konservatorium zusammen, er wurde auch zum Präsidenten des Comité National de la Musique und dem Vice-Präsidenten der SACEM (Société des Auteurs, Compositeurs et Editeurs de Musique) gewählt. Seine kompositorische Tätigkeit, die in der Gattung der Kammer- und symphonischen Musik mehr als zwanzig Werke und mehr als 130 Filmmusiken umfaßt, verbindet er mit dem Beruf des Dirigenten. Laurent Petitgirard gastierte bei solchen renommierten Orchestern wie dem Orchester La Fenice, dem BBC Orchestra, der Philharmonie Baden-Baden, dem Spanischen nationalen Orchester, der Philharmonie Monte Carlo und den Bamberger Symphonikern. 1989 hat er sein eigenes Orchestre Symphonique Français gegründet, an dessen Spitze er bis 1997 stand. Er hat mit Solisten wie Cecilia Bartoli, Montserrat Caballé, José Van Dam, Alfredo Kraus u.a. gearbeitet. In seinem Repertoire findet man Opern von Mozart (Die Zauberflöte), Weber (Der Freischütz), Massenet (Werther), Operetten von Lehár (Die lustige Witwe) und Offenbach (Die schöne Helena, Pariser Leben). Mit seinem Orchester hat er u. a. Mozarts Requiem, Beethovens Violinkonzert und die 7. Symphonie, das 1. Klavier- und das Violinkonzert von Brahms und dessen 3. Symphonie, Mendelssohns Violinkonzert und die 3. und 4. Symphonie, das Violinkonzert von Tschaikowski, Ravels Bolero, die instrumentale Konzerte von Saint-Saëns, Honeggers Oratorium Jeanne aux bucher, Bartóks Violinkonzert Nr. 1 und eine Reihe seiner eigenen Kompositionen aufgenommen, z. B. im vergangenen Jahr in Prag symphonische Suite zur Fernsehenserie Maigret (Maigret chez le Ministre, Maigret et le Marchand de Vin, Maigret et le Fou de Sainte- Marguerite).
Als Komponist erprobte er fast alle Gattungen. Außer der Oper Joseph Merrick, genannt der Elefantenmann komponierte er u. a. ein symphonisches Ballett Euphonia (1989), die symphonische Suite Le Marathon (1992), ein Konzert für Violoncello (1994), ein Klavierquintett (1976) und das Oratorium La Porte de Vie (Das Tor des Lebens, 1975). Bereits in den Jahren 1992 und 1993 dachte Laurent Petitgirard an eine Oper, in der die Hauptperson doppeldeutig wäre. Zuerst wollte er eine Oper nach der Vorlage von Oscar Wilde Das Bildnis des Dorian Gray komponieren, der Schriftsteller Eric Nonn hat ihm aber das Sujet des Elefantenmannes angeboten. So wurde Joseph Merrick, der Elefantenmann die erste Oper des Komponisten. Ende des Jahres 2000 entstand die Gesamtaufnahme der Oper, die einen großen Erfolg bei der Kritik erreichte. Die Oper wurde 2001 mit dem Prix Musique de la SACD (Société des Auteurs et Compositeurs Dramatique) ausgezeichnet. An der Staatsoper Prag wird sie am 7. Februar 2002 unter der Leitung des Komponisten szenisch uraufgeführt werden. Die Inszenierung entstand in Koproduktion mit der Oper in Nizza, wo sie am 29. November 2002 erstaufgeführt werden wird, und in Lübeck, wo ihre deutsche Erstaufführung für 2003 geplant ist. Die Vorstellung in Nizza soll auch vom Fernsehen aufgenommen werden. Am Ende des Jahres 2002 wird eine Konzertaufführung an La Filature-Scene national in Mulhouse stattfinden. Ein Lied aus der Oper (Le Song de Merrick) hat Laurent Petitgirard 1999 für Harfe bearbeitet.
Weitere Informationen über den Komponisten, ein Verzeichnis seiner Werke, seiner Aufnahmen und sein Repertoire als Dirigenten bringt die web-site www.petitgirard.com.
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- Joseph Merrick dit Elephant Man: Musikalische Leitung
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24. 05. 2012 um 19:00
G. Puccini: Tosca
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25. 05. 2012 um 19:00
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26. 05. 2012 um 19:00
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